App für Sportler: Meine Tracks

App für Sportler: Meine Tracks

Vergangene Woche holte ich ein Skitouren-Set, um die Berge selbst zu besteigen, denn 40€ für ein dämlichen Tagespass sind mir einfach zuviel. Da besteigst schon selber den Berg, auf dem Gipfel gibt’s a guade Mahlzeit und oba geht’s: Die Abfahrt ist die Belohnung für den Aufstieg. 🙂

Nach der Tour will ich nachvollziehen können, welche Strecke ich gelaufen bin. Also benötige ich eine App, die mir Tracks aufzeichnet, mir das Setzen von Wegpunkten / Markierungen und den Datenexport in den gänigigen Formaten (.kml, .gpx, .tcx, .csv) ermöglicht. Die Lösung kommt von Google und nennt sich ganz einfach „Meine Tracks“, ist übersichtlich und leicht zu bedienen. Die App ist wie üblich über den Google Play Store zu installieren.

MeineTracks
Karte

Als Kartenansicht kann entweder die Standard-Karte, Gelände, Satellit oder Satellit mit Straße verwendet werden. Mit einem Klick auf Play wird der abgespeicherte Track bei Google Earth auf dem Smartphone „live“ abgespielt. Die Tour wird schneller abgespult, die Geschwindigkeit stimmt mit dem gegangenen Tempo überein. Bei der Tour stellte ich fest, dass es ab und zu Ungenauigkeiten im Linienverlauf gibt, jedoch sind diese selten und daher verkraftbar.

Vor jeder Tour habe ich das aus Gründen des Akkuverbrauchs das Internet abgeschaltet, weil ich nicht wusste, ob „Meine Tracks“ den Akku stark beansprucht. Seitdem wurde das Routine, nur bei einer Tour vergaß ich das Deaktivieren des Internets und musste am Gipfel feststellen, dass der Track nicht komplett aufgezeichnet wurde und kein GPS-Signal empfangbar war. Schaltete ich das Internet ab, ging GPS wieder: Meine erste Vermutung ist, dass ein A-GPS-fähiges Smartphone in Zusammenhang mit schlechterem Netz (der nächste Handy-Mast steht in Dorfmitte) die Ortung durch GPS erschwert. Normalerweise lädt das Handy durch den Datenaustausch mit den Mobilfunk-Basisstationen die zusätzlichen Ortungsinformationen herunter und hilft so dem GPS bei der Positionsbestimmung. Also verzichte ich bei den Touren lieber auf das WWW.

Diagramm

Erst war ich mir nicht sicher, ob durch den standardmäßig gesetzten Entfernungsintervall von 10 m und der GPS-Genauigkeit von 50 m als Standard-Einstellung die Geschwindigkeits- als auch die Höhenwerte richtig gemessen werden oder es doch Abweichungen gibt. Daher verglich ich die Werte mit einem geliehenem Garmin-Navi und stellte nur Abweichungen im Kommabereich fest. Zugegeben, mit Navis habe ich noch nicht so viel Erfahrung, aber das hole ich noch auf.

Datenexport

Die KML-Datei wird vom Gerät exportiert und in Google Earth eingespielt. Der Track kann unter „Meine Orte“ für spätere Verwendung abgespeichert und ähnlich wie auf dem Smartphone abgespielt werden. Unter Linux kann in Marble die zuvor exportierte .GPX-Dateien betrachtet werden. Simpler geht es nicht.

Mein Fazit

Eine tolle App von Google, die mit netten Funktionen und einer übersichtlichen Oberfläche aufwarten kann. Der Akku wird bei der App nicht sonderlich belastet. Für längere als auch schwierigere Touren werden richtige Touren-Navis eingesetzt. Ein tolles Feature finde ich die Möglichkeit, bluetoothfähige Pulsmesser mit der App zu verbinden (zwei unterschiedliche Kommunikationsverfahren werden unterstützt).

Meinerseits wurden kaum Anforderungen an die Tracker-App gestellt und muss es auch nicht. Sicher wird es Leute geben, die andere Anforderungen an einen „Tracker“ haben.

Der Berg ruft…zumindest am Wochenende 🙂